Logistik-Blog

Entscheidung 2014: Gottlieb Daimler wird postum in die Logistik Hall of Fame aufgenommen

Er ist das erfolgreichste Verkehrsmittel im Güterverkehr: der LKW. Erfunden und den ersten LKW gebaut, hat der Ingenieur und Daimler-Gründer, Gottlieb Wilhelm Daimler. Für diese Leistung wählten ihn 38 Juroren aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien in die Logistik Hall of Fame und würdigten damit postum seine Pionierleistung für den modernen Güterkraftverkehr. Mit Daimler hat sich ein Mann durchgesetzt, der die Vision einer motorisierten Gesellschaft hatte und gleichzeitig das technische Genie, diese in die Tat umzusetzen. Seine Wahl war nur eine Frage der Zeit.

Vorgeschlagen waren in diesem Jahr 22 Kandidaten, aber nach Gottfried Schenker (Pionier des Kombinierten Verkehrs) im Jahr 2010 hat sich die Jury zum zweiten Mal in der Geschichte der Logistik Hall of Fame dafür entschieden, ausschließlich ein historisches Mitglied postum aufzunehmen. Mitte der 2000er Jahre wurden ein weiteres Mal einige verdiente Personen gemeinsam postum aufgenommen, darunter der Organisator der Berliner Luftbrücke William Tunner, Eugene Clark, Erfinder des Gabelstaplers, Malcom McLean, Vater der Containerisierung und der japanische Toyota-Manager Taiichi Ohno, Erfinder des Just in Time-Konzeptes.

Gottlieb Wilhelm Daimler war 62 Jahre alt und auf dem Zenit seiner Karriere, als ihm der große Coup gelang. Am 1. Oktober 1896 lieferte die Daimler-Motoren-Gesellschaft den ersten LKW der Welt aus und begründete damit gleichzeitig die große deutsche Tradition im Export von Lastwagen. Für 4600 Goldmark, was nach heutiger Kaufkraft etwa 45.000 Euro entspricht, wurde das Fahrzeug an die British Motor Syndicate nach London verkauft. Die Kunden von der Insel waren zufrieden. Sie bekamen Qualität nach Daimlers Motto: „Das Beste – oder nichts“. Das Premierenmodell wurde durch einen 4 PS starken Zweizylindermotor angetrieben und war immerhin für eine Nutzlast von 1500 kg ausgelegt.

Der erste motorisierte Lastesel für die Straße erinnerte allerdings eher an eine Pferdekutsche. Der Motor saß unter der Hinterachse, das Fahrzeug schaffte gerade einmal 16 Kilometer in der Stunde, allerdings nur, wenn es nicht voll ausgelastet war. Doch die Flexibilität und die Leistungsfähigkeit des neuen Fahrzeugtyps sorgten dafür, dass seine Nachfahren sich als Landverkehrsträger Nummer eins etablierten. Heute sind allein in Deutschland mehr als 2,6 Millionen LKW aller Gewichtsklassen zugelassen und mehr als 70 Prozent der Verkehrsleistung im deutschen Güterverkehr werden von LKW erbracht. Der LKW ist damit unbestritten das Rückgrat des Transports und damit der modernen, arbeitsteiligen Wirtschaft.

Feierlich in die logistische Ruhmeshalle aufgenommen wird Gottlieb Daimler am 27. November im Rahmen einer Gala im Erich-Klausener-Saal des Bundesverkehrsministeriums in Berlin.

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