Logistik-Blog

Warum LT-manager und Materialfluss ein gutes Gespann werden können

"JM Fachmedien, Herausgeber der Intralogistik-Fachzeitschrift „Materialfluss“ übernimmt den „LT-manager“, das Premium-Magazin für Logistik und Transport, vom Münchner BT Verlag. Zielgruppen und Inhalte der beiden Fachzeitschriften ergänzen sich perfekt und bilden künftig das starke Portfolio des Verlags im Logistikbereich." So stand es in der Pressemeldung, in der vor gut zwei Wochen der Verkauf verkündet wurde.

In der Tat könnten die Zielgruppen und Inhalte beider Magazine unterschiedlicher kaum sein. LT-manager, ein Logistik-Personality-Hochglanztitel wendet sich an Logistikspitzenmanager. Materialfluss, Hardcore-Techniktitel im Materialflussbereich, wird vorwiegend von Intralogistikern und Technikern gelesen. Und während sich im LT-manager redaktionell alles um die Menschen und Macher in der Logistik dreht, das große Ganze bei Verkehrsträgern und der Intralogistik, kommt es in der Materialfluss schon eher darauf an, ob sich die Schraube rechts oder links herum dreht - sie lebt von Produkten und Marktübersichten.

Auf den sowieso schon heiß umkämpften Anzeigenbereich trifft das "sich Ergänzen" schon etwas weniger zu. Überschneidungen werden hier in der Tat kaum zu vermeiden sein. Ein Umstand, der bei weniger erfahrenen Mediaberatern gelegentlich zu Panikattacken führt, in der Praxis jedoch kaum Auswirkungen hat. Im Gegenteil. Funktioniert die Leser-Blatt-Bindung kann ein "Schwestertitel" sogar ein Vorteil sein. Und Konkurrenz belebt bekanntlich auch das Geschäft. Nachdem die meisten Fachmagazine heute ausschließlich von Anzeigen leben, spekuliert die Konkurrenz bereits heftig, dass es für beide Magazine nicht reichen könnte und am Ende nur eines überleben wird. Was passieren kann, wenn man wenig Fantasie für´s Blattmachen und neue Geschäftsmodelle mitbringt.

Für Blattmachen jedenfalls ist in der neuen Konstellation gesorgt, denn das viel interessantere an der Meldung war sowieso, dass beide Magazine künftig vom selben Chefredakteur geleitet werden. Martin Schrüfer, der bisher den LT-manager redaktionell verantwortete, wechselt gleich mit und wird künftig auch die inhaltliche Ausrichtung der Materialfluss bestimmen. An Arbeit dürfte es ihm nicht mangeln, denn der einstmals führende Intralogistik-Titel, hat in den vergangenen Jahren kräftig Federn lassen müssen. Er lebt vom guten Ruf aus der Vergangenheit, dem er auch seine vermutlich scharzen Zahlen zu verdanken haben dürfte.

Aber auch für den LT-manager ist der Wechsel in einen Verleger-geführten Logistik-Fachverlag von Vorteil. Als der BT-Verlag 2010 den LT-manager gründete, war der Logistik-Personality-Titel ein experimenteller Ausflug in den Fachzeitschriftenbereich. Trotz, wie man hört, schwarzer Zahlen, blieb der LT-manager ein Fremdkörper im BT-Verlag, der eigentlich mit Special Interest Kiosk Titeln rund um Wellness und Wohnen sein Geld verdient. Ein Einzelstück mit wenig Aussicht auf Weiterentwicklung. Beim neuen Logistik-Verleger hat Schrüfer mit dem LT-manager wieder Luft nach oben. Immerhin hat das Blatt mit seiner Personality-Ausrichtung ein echtes Allstellungsmerkmal im sonst eher einförmigen Logistikfachzeitschriftenmarkt. Man darf gespannt sein.

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EXCHAiNGE oder am Anfang haben es disruptive Innovationen immer schwer

Ist der 3-D-Druck eine disruptive Innovation? Wenn ja, welche Geschäftsmodelle wird er zerstören? Die Antwort ist eine, zugegeben rhetorische Frage: Gibt es die Schreibmaschine noch? Lachen Sie noch einmal kräftig bei diesem Video, die Generation nach Ihnen, wird nicht mehr wissen, warum das eigentlich lustig sein soll. Logisch ist auch warum Print auf Dauer nicht mehr funktioniert? Schauen sie mal hier. Metaphern wie diese gab es reichlich bei der 2. EXCHAiNGE, die gestern in Frankfurt zu Ende ging. Weniger reichlich dagegen waren die Besucher. Da gibt es einmal einen guten Supply Chainer-Kongress, und keiner geht hin. Keiner ist natürlich maßlos übertrieben. Doch gemessen am Anspruch der Veranstalter waren die geschätzt 50 Besucher der EXCHAiNGE überschaubar. Zwar wolle man sich weniger an der Quantität, schon eher an der Qualität messen lassen, doch „die EXCHAiNGE hätte mehr Besucher verdient“, resümierte Tagungsleiter Professor Dr. Michael Henke, Institutsleiter am Fraunhofer IML. Zurecht. Was freilich nicht heißt, dass die EXCHAiNGE vor Ausfällen fällen gefeit gewesen wäre.

Wenn es in der Logistik von etwas zu viel gibt, dann sind es Veranstaltungen. Fast mühelos ließe sich das Jahr ausschließlich mit dem Besuch von Kongressen, Seminaren oder Messen füllen, und dennoch findet sich erstaunlicherweise wenig Innovatives darunter. Das Standardprogramm setzt auf Frontbeschallung. ausgedehnte Werbeblöcke und Powerpoint-Schlachten. Nach den immer gleichen Nutzwertreferaten über atemberaubende Vorher-Nachher-Kennzahlen, verbreitet sich gerne mal ein Gefühl der Unzulänglichkeit im Auditorium. Und das Dauerlamento über das schlechte Image der Logistik hat mittlerweile dazu geführt, dass das jetzt auch jeder glaubt. Inspiration geht anders.

Die Macher der EXCHAiNGE sind neue Wege gegangen. Schon das Motto war irgendwie disruptiv: "Sind wir eigentlich noch die maßgeblichen Lieferanten der Veränderung?" Was voraussetzen würde, dass Supply Chainer das schon einmal waren. Fraglich! Special waren aber weniger die Themen, die sich von Industrie 4.0, Humanitärer Logistik bis hin zu neuen Weiterbildungskonzepten oder Supply Chain Finance spannten. Special war schon eher das Wer und Wie. Exzellente interdisziplinäre Referenten, die Gedankengänge zu Ende zu dachten, ohne den Anspruch auf absolute Wahrheit mitzugeben. Trends statt Werbung. Interaktive Workshops und inspirierende Diskussionen, die Langeweile gar nicht erst aufkommen ließen. Ein Mix, der in vielerlei Hinsicht - Kultur, Generation, Branche - über den Tellerrand des eigenen Logistikuniversums hinausblickte. Der dänische Social Business-Stratege Jonathan Wichmann, um nur einen herauszugreifen, der über "Teilen ist das neue Kaufen" erzählte, was nicht nur massenhaft Geschäftsmodelle, sondern auch Supply Chains explodieren und gleichzeitig andere neu entstehen lässt: "If sharing is the new buying, then what is the new supply chain?" Sein Rat: "Turn products into services, turn services into marketplaces, activate your marketplaces to create your own products." Leichter gesagt als getan, den meisten fehlt der Mut, den Totengräber des eigenen, oft noch erfolgreichen Geschäftsmodell zu geben, nur für das vage Versprechen, es könnte ein Phoenix aus der Asche emporsteigen.

Als irgendwann jedem Konferenzbesucher klar war, dass es genau drei maßgebliche Trends gibt, nämlich: Technologie, Technologie, Technologie, wurde es dann nochmal prickelnd, als man sich dem Geschäftsmodell der Logistikdienstleister - "konservative Technikmuffel" - näherte. Sind die großen Logistikdienstleister von heute die Quelles, Foto Porsts und Nokias von morgen oder die neuen Amazons? Aber wer sagt, dass es Amazon in 30 Jahren eigentlich noch geben wird.

Warum Technologie heiß ist, Welche Geschäftsmodelle warum akut in Gefahr sind und was das alles für die Supply Chains bedeutet. Zu viel Stoff für einen Blog. Nur so viel: am Ende konnten die Besucher mehr mitnehmen, als das schlechte Gefühl, nicht gut genug zu sein.

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22 Persönlichkeiten für die Logistik Hall of Fame vorgeschlagen

 

Es wird eine der schwersten Entscheidungen, die die Logistik Hall of Fame je zu treffen hatte, denn die Kandidatenliste liest sich wie das Who is Who der internationalen Logistik. 22 Frauen und Männer stehen in diesem Jahr auf der Vorschlagsliste der Logistik Hall of Fame. Nur eine(r) wird Ende November im Bundesverkehrsministerium in die logistische Ruhmeshalle aufgenommen werden. Die Namen der Vorgeschlagenen werden zwar nicht bekannt gegeben, doch so viel kann man verraten: der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Managern und Unternehmen aus der Logistikdienstleistung und dem Internethandel.

In den kommenden Wochen prüfen die Mitglieder des Nominierungs-Komitees alle Einsendungen und nominieren im ersten Wahlgang zehn Kandidaten. Aus dieser Shortlist wählt die 36-köpfige Expertenjury im zweiten Wahlgang das neue Mitglied der Logistik Hall of Fame. Das Votum der Jury wird im Oktober bekannt gegeben. Die offizielle Aufnahme des neu gewählten Mitglieds findet im Rahmen eines Festempfangs im Bundesverkehrsministerium statt.

Dem Nominierungs-Komitee gehören an Detthold Aden, Mitglied der Logistik Hall of Fame, Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und Koordinatorin der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik, Prof. Dr. Michael ten Hompel, Geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer IML in Dortmund und Mitglied der Logistik Hall of Fame, Martin Schrüfer, Chefredakteur des Logistikmagazins „LT-manager“, Dr. Hanspeter Stabenau, Ehrenvorsitzender der Bundesvereinigung Logistik (BVL) und Mitglied der Logistik Hall of Fame sowie die Publizistin und Jury-Vorsitzende Anita Würmser.

Die Logistik Hall of Fame wird unterstützt vom Bundesverkehrsministerium sowie von einschlägigen Branchenverbänden, Medien und Unternehmen, darunter die Beratungsgesellschaft Agiplan, die CG Beteiligungsgesellschaften (D/CH), DPD Dynamic Parcel Distribution, die Duisburger Hafen AG (duisport), das Fahrzeugwerk Bernard Krone, Kravag, der Intralogistik-Spezialist Still, die SVG Bundes-Zentralgenossenschaft Straßenverkehr oder die TimoCom Hard- und Software GmbH.

Die Einrichtung, deren Schirmherrschaft Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt innehat, zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich um die Weiterentwicklung von Logistik und Supply Chain Management außergewöhnlich verdient gemacht haben. Im vergangenen Jahr wurde Hermann Grewer, Ehrenpräsident des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) e.V., aufgenommen.

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IFOY AWARD invites applications for new jury members

As was announced at the CeMAT fair, the IFOY Award is inviting applications for up to three new jury members for the 2014/2015 voting period beginning on October 30, 2014. This will bring the total number of jury members to 21. Applications will be accepted from editors-in-chief of logistics and business magazines which cover the topics of intralogistics and materials handling equipment. More information on the formalities is available from the IFOY head office in Munich.
The jury for the IFOY Award selects the year's best materials handling equipment and intralogistics solutions. The voting process is preceded by a wide-ranging nomination and testing cycle, during which the entered trucks are rigorously put through their paces. The winners of the IFOY Award 2014 were presented with their trophies only recently at a gala event during the leading CeMAT trade fair for intralogistics on May 19, 2014 in Hannover.
The sponsor of the IFOY Award is the VDMA Materials Handling and Logistics Systems Sector Association. The presentation partner is the leading international CeMAT trade fair in Hannover. The patron for the IFOY Award is the German Ministry for Economic Affairs and Energy.

Contact: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , +49(0)89 95822611

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Die Sieger des IFOY AWARD 2014: So jubeln echte Sieger

Als DMAG-Vorstand Dr. Andreas Gruchow den Gewinner der ersten IFOY Kategorie des Abends "Intralogistics Solution" verkündete, hörte man das Sieger-JAH! vom Toyota-Tisch noch auf der Bühne. Hans Van Leeuwen von Toyota Material Handling bedankte sich strahlend im Namen seines Teams. Und so ging es weiter. Beim IFOY AWARD weiß keiner vorher, wer das Rennen gemacht hat - auch die Sieger sind nicht informiert. Es sind die Laudatoren, die auf der Bühne zum ersten Mal die Namen der Sieger aussprechen. Entsprechend groß ist die Spannung beim Publikum und die Anspanung bei den Nominierten. Enttäuschung und Glück liegen da oft nah beieinander. Doch die Jury hatte diesmal bereits bei der Nominierung das Bewerberfeld auf 11 Produkte und Lösungen von insgesamt vier Marken eingegrenzt und die Chance, einen der begehrten Awards zu gewinnen, war daher nicht schlecht. Tatsächlich konnte In diese Jahr jedes der nominierten Unternehmen einen IFOY Award mit nach Hause nehmen - Toyota fuhr gleich zwei Awards ein.

Es wurde viel gejubelt am Abend der IFOY AWARD Preisverleihung und man kann nur schwer sagen, beim wem die Begeisterung am größten war. Die zweite Kategorie ging  an QuickPick Remote von Crown und als Prof. Dr. Michael ten Hompel den Sieger verriet, sprang dieses Team gefühlt am höchsten auf Bühne. Als dann VDMA-Fachverbandsvorstand Wilfried Neuhaus-Gallade den Gewinner "iGoEasy der Firma Still GmbH" aussprach, brandete lauter Jubel auf und Still-Vorstand Thomas Fischer stürmte mit seinem kompletten iGoEasy-Team die Bühne. Laudator Prof. Dr. Rainer Bruns bescherte Toyota den zweiten Sieg für den Traigo 80. Hans Van Leeuwen musste nochmal ran und rührte die Gäste mit seinen Dankesworten. BGL-Präsident Adabert Wandt machte es nochmal spannend im Wimpernschlagfinale der schweren Stapler. Als er nach gefühlt qualvollen Minuten Jungheinrich als Sieger verkündete, gab es kein Halten mehr. Das Gruppenfoto der Sieger sagt alles und zu den Siegerbilder der Gewinnerfirmen kann man nur noch sagen: Capeau! So freut man sich mit Stil.

IFOY Sieger 2014

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IFOY Testwoche 2014 in Hannover

Startschuss für die FOY Testwoche 2014. Die Deutsche Messe AG und die CeMAT haben mit der Halle 27 wieder mal für ein Wahnsinns-Dach über dem Kopf gesorgt.

 

bwd  Bild 1/98  fwd

Samstag, 15.3.2014

8:00 - 9:00 Uhr, Halle 27:

Anlieferung der nominierten Geräte - alle Hersteller sind überpünktlich.

9:00 - 12:00: Aufbau der Automated Guided Vehicles. Jungheinrich und Still sind nominiert.

12:00: die Tests beginnen: Still R70-50, Toyota Traigo und Tonero müssen ran.

 

Sonntag, 16.3.2014

8:30: Testbeginn, Regen, 11 Grad - Still und Jungheinrich werden getestet.

15:28: Die Stapler haben es hinter sich. Jetzt heißt es für die Warehouse Trucks "Antreten zum Test".

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